Fachleute für Rechenzentren wissen wenig über die Verpflichtung zur Senkung des CO2-Ausstoßes

Die Umfrage von Nexans zeigt, dass Energieersparnis ein Hauptthema ist, mit dem Unternehmen konfrontiert werden

Die Experten der Rechenzentren sind zwar fokussiert auf Energieersparnis und die Überwachung des Stromverbrauchs. Aber die Initiative der britischen Regierung zur Senkung der CO2-Emissionen (CRC), die bereits nächsten Monat in Kraft treten wird, ist den meisten nicht bekannt oder nicht wirklich verstanden worden.

 

Eine aktuelle Studie von Nexans Cabling Solutions anläßlich einer der führenden Messen für den Bereich Rechenzentren* in London zeigten auch, dass Rechenzentrums-Manager besorgt sind, über den möglichen Einfluss dieser CO2-Initative auf ihre Unternehmen.

 

Von den Teilnehmern der Umfrage kannte 91 % die CO2-Initative der britischen Regierung, über die Hälfte (57 %) erklärte jedoch, sie nicht zu verstehen. Die Ergebnisse zeigten auch, dass die größten Bedenken zum Einfluss der CRC sich auf die IT-Etats (39 %) und Aus- bzw. Umbaupläne (39 %) beziehen.

 

Harry Forbes, CTO von Nexans Cabling Solutions, meint: „Vielleicht verstehen viele Menschen die CRC nicht, da sie nur die größten Energieverbraucher betrifft – ungefähr 20.000 britische Unternehmen, die mehr als 6.000 Megawattstunden (MWh) pro Jahr verbrauchen. Jedoch sollte sie jeder beachten, der für ein Rechenzentrum verantwortlich ist, da es nicht lange dauern wird, bis auch sie betroffen sein werden, vielleicht eher auf freiwilliger Basis denn verpflichtend.”

 

Die britische Regierung lancierte den CRC-Plan als Teil ihres Ziels zur Senkung der Emission von Treibhausgasen um mindestens 80 %, ausgehend von den Werten aus dem Jahr 1990 bis 2050. Ab dem kommenden Monat müssen die 20.000 Organisationen, die als Großenergieverbraucher ermittelt wurden, ihren Energieverbrauch messen und melden und von der Regierung für jede Tonne ausgestoßenes CO2 Emissionszertifikate kaufen. Die CRC wirkt als „Cap-and-Trade“-Emmissionshandel, bei dem die Teilnehmer Emissionsberechtigungen in einem obligatorischen, auktionsbasierten Emissionshandel kaufen bzw. verkaufen können. Der erste Verkauf von Emissionsberechtigungen findet im April 2011 statt und deckt die Emissionen der Jahre 2010 und 2011 ab.

 

„Dort, wo jedoch Anlass zur Besorgnis über den Energieverbrauch besteht, richtet sich der Fokus unvermeidlich auf die Rechenzentren. Diese Energiezentren wurden als bedeutende Energieverbraucher identifiziert, da sie für 3,3 % des britischen Gesamtstromverbrauchs verantwortlich sind“, erklärt Forbes.

 

Und er ergänzt: „Auch jene Unternehmen, die derzeit nicht der CRC unterliegen, könnten viel tun, um ihre CO2-Bilanz zu senken und gleichzeitig Geld zu sparen. Ein guter Anfang wäre die Verwendung von intelligentem Infrastruktur Management (IIM) Systemen, die es ermöglichen, den aktuellen Stromverbrauch zu messen und die Tendenzen für jedes einzelne oder jede Gruppe von physikalischen Systemen zu erstellen.”

 

Die Umfrage ergab auch, dass mehr als die Hälfte (59 %) planen, ihre Rechenzentren in den nächsten 18 Monaten zu aktualisieren, jedoch nur vier von zehn (43 %) die neuen Ethernetnormen für Rechenzentren für Fibre-Channel-over-Ethernet bekannt sind.

 

„Es ist beunruhigend, dass so wenige das konvergierte, verbesserte Ethernet kennen, da hochwertige Verkabelungslösungen Unternehmen auch helfen können, den Energieverbrauch zu senken und somit Geld zu sparen. „Wir möchten Unternehmen dazu anregen, sorgfältig über die Anforderungen der Infrastruktur ihres Rechenzentrums nachzudenken und heute zu investieren, um morgen die Früchte zu ernten”, erklärt Forbes.

 

 

* Nexans befragte im Februar 2010 bei der „Data Centre World“- Messe in London Fachleute von Rechenzentren.