Spezielle Kabel- und Netzwerklösungen machen Office-Standards industrietauglich

Nürnberg, 27. September 2007 – Die Nexans Deutschland Industries GmbH & Co. KG entwickelt und fertigt in Nürnberg unter anderem Motor-, Sensor-, Steuer- und Busleitungen für Automatisierungs- und Transportanwendungen. Sie sind im Gegensatz zu starr verlegten oder gering beanspruchten Lösungen, wie sie in der Büro- und Gebäudetechnik üblich sind, für den rauen Industrieeinsatz konzipiert. Sie verfügen beispielsweise über Ummantelungen, die chemikalienresistent sind, oder besitzen einen inneren Aufbau, der ihnen Flexibilität – oder auch Steifigkeit – verleiht. Beispiele für diese Lösungen sind das neue, schleppkettenfähige USB-Kabel sowie torsionsfähige Leitungen für den Robotereinsatz und torsionsgeschütz-te für Bediengeräte. Abgerundet wird das Angebot durch aktive Netzwerkkompo-nenten des Nexans-Standorts Mönchengladbach wie Gigabit-Ethernet-Switches und WLAN-Access-Points.


Torsionsgeschützt oder torsionsfähig? Der feine, entscheidende Unterschied


Die torsionsfähigen Leitungen von Nexans eignen sich für den Dauereinsatz in der dreidimensionalen Bewegung. Nicht nur in der Robotik werden diese Anforderungen an die Leitungen gestellt, sondern vermehrt auch im Werkzeugmaschinenbau. Je nach Ausführung können sich die Leitungen um ±90°, ±180°, ±360° oder ±540° verdre-hen. Im Vordergrund steht die Langlebigkeit der Leitung und somit die Prozesssicherheit der Werkzeugmaschine oder des Roboters. Die optimale Torsionsfähigkeit wird durch auf die Bewegung abgestimmte Leitungsaufbauten gewährleistet. Von der Leiteraus-wahl über die Verseilart bis zur Verwendung besonderer Folien und Vliese sind viele Faktoren zu berücksichtigen, auch der Aufbau der Abschirmung spielt eine große Rolle. Flexibilität und Strapazierfähigkeit werden außerdem durch die Mantelwerkstoffe und Extrusionsverfahren bestimmt. Die geschickte Kombination dieser Maßnahmen senkt den Widerstand, den die Leitung einer Drehbewegung entgegensetzt, und verhindert vorzeitigen Verschleiß, wie Tests bestätigten: Vor der Einführung der torsionsfähigen Leitungen hat Nexans diese im Nürnberger Nexans Research Center auf die Probe ge-stellt. Im dort neu errichteten „Automation Application Center“ können Kabel und Lei-tungen ausgiebig geprüft und auf ihre Eignung für besondere Kundenanforderungen getestet werden.


Torsionsgeschützt: Schäden durch Verdrehen vermeiden


Bei Programmierhandgeräten oder Teachpaneln ist übermäßiges Verdrehen dagegen unerwünscht. Damit es nicht – wie bei einer einfachen Telefonschnur – zu Knicken und Knoten kommt, werden die Leitungen torsionsgeschützt. Ihr Unterbau ähnelt dem schleppfähiger Kabel und erlaubt häufiges Bewegen (Biegen) ohne Schäden. Ein Tor-sionsschutzgeflecht zwischen Innen- und Außenmantel wirkt dem Verdrehen entgegen. Dieser Torsionsschutz erleichtert das Führen der Geräte bei der Maschinenbedienung.


Office-Technik wird industrietauglich: USB 2.0 erobert die Werkshalle


Der Universal Serial Bus (USB) war lange Zeit der Bürowelt und dem Home-Office-Anwender vorbehalten, doch Nexans macht die PC-Schnittstelle industrietauglich: Das Spezial-USB-Kabel wurde für den Einsatz in Schleppketten konzipiert und steht in zwei Versionen zur Verfügung: eine ist für Längen bis zu 5 m geeignet, die andere über-brückt bis zu 10 m ohne Zwischenverstärker. Der innere Aufbau der Spezialkabel gestattet ein häufiges Biegen, zum Beispiel in Schleppketten. Dazu erfolgt die Versei-lung so, dass beim Biegen keine der Daten- oder Stromversorgungsadern überdehnt wird. Für Beweglichkeit sorgen zudem Kunststofffolien, die den Reibungswiderstand zwischen den Adern minimieren und so einem Durchscheuern der Isolierung entge-genwirken. Eine gewickelte Folienschirmung und ein zusätzliches Kupfergeflecht schüt-zen das USB-Kabel vor elektromagnetischen Störungen und eine abriebfeste Polyu-rethan-Ummantelung macht es beständig gegen Öle und Fette.


Aktive Komponenten: Sicherheit wird groß geschrieben


Nexans in Mönchengladbach entwickelt und produziert industrietaugliche Switches mit höchster Systemverfügbarkeit in Gigabit-Ethernet-Technologie. Beispiele sind Systeme, die gehobenen Sicherheitsanforderungen gerecht werden: Geräte der Serie iSwitch G10xx verfügen nicht nur über acht Gigabit-Ethernet-Datenanschlüsse und die Mög-lichkeit, in den drei Uplinks SFP-Transceiver in Fast Ethernet und/oder Gigabit-Ethernet-Technologie anzukoppeln, sondern sie unterstützen auch Power over Ethernet (PoE). Bei geeigneten Endgeräten, zum Beispiel IP-Kameras oder Wireless-Access-Points, werden Steckernetzteile dadurch überflüssig. Die Switches selbst können mehr-fach redundant mit Strom versorgt werden, um Ausfällen vorzubeugen, oder ihre Energie über Twisted-Pair-Datenleitungen beziehen. Die Konfiguration der Top-Serie iSwitch G10xx fällt leicht, denn die Geräte können über Web, Telnet oder SNMP kon-figuriert werden. Auf einem Kartensteckplatz für SD-Cards lässt sich die Konfiguration speichern und auf andere Geräte oder – bei Ausfall – auf den neuen Switch übertragen.

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