Nexans bietet Kabel-Optimierung: Leistungsfähig, schwer entflammbar und robust auch in feuchter Umgebung

Neue Mantelmischung für erdverlegte Kabel und Leitungen der Nieder-, Mittel- und Hochspannungsebene

Hannover, 20. August 2009 – Mehr Sicherheit im Brandfall bietet die neue Mantelmischung, die Nexans Deutschland für Energiekabel und -leitungen zur Erdverlegung entwickelte. Sie ist ab sofort für alle Spannungsebenen von der Nieder- bis zur Hochspannung erhältlich. Der neu entwickelte Werkstoff ist – im Gegensatz zu PVC – halogenfrei, schwer entflammbar und hemmt die Brandfortleitung. Außerdem entwickelt er bei einem Feuer keine giftigen oder korrosiven Gase und setzt im Brandfall weniger Rauch frei, so dass Flucht- und Rettungswege besser zu benutzen sind. Herausragend ist, dass es den Chemikern des Nexans Research Center (Nürnberg) gelang, zusätzlich die Materialhärte und Abriebfestigkeit zu steigern und dem Mantelmaterial seinen hygroskopischen Charakter zu nehmen. Daher sind die Kabel bestens für eine unkomplizierte Verlegung auch in einem schwierigen Umfeld – in Erde oder feuchter Umgebung – geeignet. Zusätzlich bietet das Nexans-Optimierungskonzept Sparpotenzial im Niederspannungsbereich: Kabel und Leitngen mit dem neuen Material kommen mit einem kleineren, kostengünstigeren Kupfer-Leiternennquerschnitt aus als PVC-isolierte, denn sie dürfen mit 20 °C höherer Leitertemperatur betrieben werden.

Leicht zu montieren und umweltfreundlich zugleich

Kabel und Leitungen mit dem neuen halogenfreien Mantelmaterial können in wasserführendem Untergrund ohne besondere Schutzmaßnahmen (Verlegerohre) verlegt werden, da ihr Mantel auch im Laufe mehrerer Jahrzehnte kein Wasser aufnimmt. Das vereinfacht das Verlegen und senkt die Kosten. Dazu kommen je nach Anwendungsgebiet Ersparnisse bei den Brandschutzmaßnahmen, denn bei schwer entflammbarem Material fällt der „Zündschnureffekt“ (Brandfortleitung entlang des Kabels) weg. Deswegen kann auf brandhemmende Anstriche verzichtet werden oder es ist ein geringerer Aufwand am Brandschott notwendig.

Klare Vorteile bei Niederspannung:
besser und wirtschaftlicher als PVC

Zusätzliche Spareffekte ergeben sich im Niederspannungsbereich: Da PVC-isolierte Kabel und Leitungen nur mit 70 °C Leitertemperatur betrieben werden können, das halogenfreie Material jedoch mit 90 °C, dürfen für gleiche Nennströme kleinere Kupferquerschnitte verwendet werden. Das senkt die Beschaffungskosten. Das Optimieren der Querschnitte führt außerdem zu geringeren Gewichten, was insbesondere die Installation ganzer Kabelbündel erleichtert. Für ein besseres Montage-Handling sorgen auch die hohe Abriebfestigkeit und mechanische Belastbarkeit des Materials, denn sie reduzieren das Risiko einer Beschädigung beim Einziehen.

Vom Kraftwerk bis zur Stromverteilung mehr Sicherheit im Netz

Aufgrund ihres Sicherheitsgewinns sind die halogenfreien, schwer entflammbaren, erdverlegbaren Kabel prädestiniert für den Einsatz bei Objekten mit hohem Publikumsverkehr, in der Industrie oder in Kraftwerken – also überall, wo hohe Anforderungen an den Brand- und Investitionsschutz gestellt werden. Auch im Verkehrswesen verringern sie die Risiken, zum Beispiel bei der U-Bahn von Istanbul, für die Nexans vergangenen Winter 120 km halogenfreie 35-kV-Mittelspannungskabel mit dem neuen Werkstoff lieferte.

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Über Nexans Deutschland

Nexans Deutschland gehört zu den führenden Kabelherstellern in Europa. Das Unternehmen bietet ein umfassendes Programm an Hochleistungskabeln, Systemen und Komponenten für die Telekommunikation und den Energiesektor. Abgerundet wird das Programm durch supraleitende Materialien und Komponenten, Cryoflex Transfersysteme und Spezialmaschinen für die Kabelindustrie. Gefertigt wird im In- und Ausland mit ca. 6.240 Mitarbeitern. Der Umsatz im Jahr 2008 beträgt ca. 936 Mio Euro. Durch die enge Einbindung in den Nexans-Konzern verfügt Nexans Deutschland über hervorragende Möglichkeiten zur Synergienutzung in allen Konzernbereichen. Das gilt für weltweite Projekte ebenso wie für Forschung und Entwicklung, Know how-Austausch usw. Weitere Informationen erhalten Sie unter

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