Nexans und Sercel testen erfolgreich hochmodernes seismisches Tiefsee-System

Paris, 20. November, 2001 - Nexans und Sercel SA*  haben erste Feldversuche mit dem von beiden Unternehmen seit mehreren Jahren gemeinsam entwickelten sogenannten 'Deep Sea Link' (einem neuen seismischen Tiefseesystem) durchgeführt. Die Feldversuche, in deren Verlauf verschiedene Handhabungs-Tests über einen Zeitraum von 5 Tagen erfolgten,  fanden in einem norwegischen Fjord mit Wassertiefen von 500 m statt. Alle Tests wurden als sehr erfolgreich beurteilt.

 

Das seismische Tiefseesystem kann Einzelheiten des Meeresbodens ‚sehen",  die mit traditionellen (an der Meeresoberfläche durchgeführte) seismischen Messungen nicht festgestellt werden können.  Ein dauerhaft auf dem Meeresboden installiertes seismisches Tiefsee-System kann darüber hinaus Dauermessungen mit weit größerer Genauigkeit durchführen als traditionelle Untersuchungen. Das System kann daher sowohl für Messungen und Untersuchungen zur Lokalisierung neuer Öl- und Gasvorkommen als auch zur Überprüfung der Lagerstätten während der Produktion dienen, um so die Ausbeute des Vorkommens zu erhöhen.

 

Die wichtigsten Nutzer der vom ‚Deep Sea Link' gelieferten Daten sind Erdölfirmen, jedoch sind Bauunternehmen aus dem Seismik-Bereich ebenfalls an der Datenerfassung beteiligt. Damit sind beide potentielle Kunden für dieses System.

 

Pascal Portevin, Leiter des Telekommunikationsbereichs bei Nexans, kommentiert den Erfolg der Versuchsreihe wie folgt: " Wir sind sehr zufrieden, dass das 'Deep Sea Link'-System sich in den Versuchen so gut bewährt hat.  Damit konnte Nexans seine Fähigkeit zur technologischen Innovation in Bereichen mit hoher Wertschöpfung unter Beweis stellen. Für unsere Kunden aus der Erdölforschung wird das System ein äußerst wertvolles Instrument sein".

 

Für Nexans liegt der Schwerpunkt bei diesem Kooperationsprojekt in der Lieferung der Kabel und Abschlußeinrichtungen, während Sercel für Sensoren, elektronische Hardware und Datenerfassungs-System- Software zuständig ist.

 

Anmerkung für Redakteure zum 'Deep Sea Link'
Das ‚Deep Sea Link' besteht aus einem instrumentierten Telekommunikationskabel, welches zusammen mit den mit Sensoren ausgestatteten Einheiten, (3 senkrecht zueinander montierte Geophone und ein Hydrophon) und der in kurzen Abständen über die gesamte Kabellänge verteilten Elektronik  in Tiefen von 2000 m auf dem Meeresboden verlegt wird. Das Endprodukt des Systems ist ein 3-D-Bild des Meeresbodens, das die geologischen Strukturen von Öl- und Gasvorkommen aufzeigt. Sowohl Kabel und Abschlußeinrichtungen, als auch Sensoren, Elektronik und  Sensor/Elektronik-Bauteile wurden vor den Feldversuchen bereits in Versuchslabors in Norwegen und Frankreich umfassend getestet. Die Leistungen von Sensoren und Elektronik wurden während der mechanischen Belastungstests ständig überwacht.