Nexans präsentiert Leitungslösungen und aktive Netzwerkkomponenten für die Industrie

AUTOMATICA 2006 in München 16. bis 19. Mai, Halle B2, Stand 218

Nürnberg, 16. Mai 2006 – Zur Fachmesse AUTOMATICA 2006 präsentieren die Standorte Nürnberg und Mönchengladbach der Nexans Deutschland Industries Lei-tungen und Netzwerkkomponenten für den industriellen Einsatz und den Transportsek-tor. Gezeigt werden zum Beispiel Motor-, Sensor- und Steuerleitungen sowie Busleitungen für gängige Industrie-Bussysteme und schleppfähige Lösungen. Außerdem sind aktive Komponenten für das Industrial Ethernet und die Einbindung von Wireless-LAN-Geräten am Stand zu sehen.

Klassifizierung erleichtert die Auswahl schleppfähiger Leitungen

So genannte Schleppfähigkeitsklassen erleichtern die Auswahl flexibler und schleppfä-higer Leitungen, die unter anderem in Werkzeugmaschinen, Robotern und Förderein-richtungen eingesetzt werden. „Oft sind Anwender verunsichert, welche Leitung zu ih-rer Anforderung passt“, sagt Lothar Igl, Produktmanager bei Nexans Nürnberg. „Nicht nur Vibrationen, aggressive Medien oder extreme Temperaturen gilt es bei der Wahl des geeigneten Kabels zu beachten, sondern insbesondere die dynamische Beanspruchung und die Anzahl der angestrebten Biegezyklen.“ Daher hat Nexans die dynami-schen Eigenschaftsprofile ihrer Leitungen untergliedert und bezeichnet diese Klassen mit SFK 1 bis SFK 7. In den Schleppfähigkeitsklassen spiegeln sich Kenngrößen wie längster Verfahrweg, mögliche Beschleunigung, maximale Geschwindigkeit der Bewe-gung und der Biegeradius wider (siehe Bild 1). Leitungen ab SFK 4 erfüllen in der Re-gel fünf Millionen Biegezyklen und mehr ohne Ausfall. „Oft lohnt es sich allerdings, eine Leitung der nächst höheren Klasse zu nutzen“, rät Igl. „So eine Leitung ist etwa ein Viertel teurer, bietet aber die doppelte Sicherheitsreserve und eine wesentlich län-gere Laufzeit.“ Spielraum besteht auch, wenn nicht alle dynamischen Eigenschaften zugleich ausgereizt werden. So lässt sich bei größeren Biegeradien zum Beispiel die Beschleunigung oder die Verfahrgeschwindigkeit heraufsetzen, ohne die Lebensdauer negativ zu beeinträchtigen. Über die Erfahrungen in hausinternen Tests und im Kun-deneinsatz gibt das Nexans-Team Messebesuchern gerne Auskunft.
 
3D Power: Hightech-Roboterleitungen in der Entwicklung

Derzeit entwickelt Nexans unter dem Motto „3D Power“ Leitungen für Extrembeanspru-chungen in Roboterapplikationen mit Torsionsbelastungen von +/- 180° bis +/- 540°. Diese speziell auf den Einsatz in Robotern abgestimmten Leitungen werden sich in ei-ner neuen Kategorisierung finden, die zurzeit in Ausarbeitung ist. Diese TFK (Torsions-fähigkeitsklassen) beinhalten Leitungen, die auf schnelle, kurze Bewegungsabläufe und eine hohe Torsionsbelastung ausgelegt sind.

Nexans Research Center: Testet härter als die Realität

Bei Entwicklung und Erprobung von Hochleistungskabeln dient das Nexans Research Center als Testzentrum. Hier lassen sich Biegen und Strecken, Beugen und Drehen unter realistischen Bedingungen simulieren. Dabei werden die elektrischen Werte der Leitungen im Betrieb gemessen, um inline den Bruch einzelner Litzen diagnostizieren zu können. Erst kürzlich wurde das AAC (Automation Application Center) um eine An-lage erweitert, auf der Leitungen in Schleppketten überprüft werden. Die neue Station hat eine Länge von 13 m, kann die Leitung mit bis zu 5 m/s² beschleunigen und er-reicht eine maximale Verfahrgeschwindigkeit von 5 m/s. Derartigen Belastungen müs-sen Leitungen zum Beispiel in Blechbearbeitungsmaschinen widerstehen, wie sie beim Karosseriebau verwendet werden. Was in Zahlenwerten zurückhaltend klingt, be-kommt einen neuen Stellenwert beim Hebeversuch: Ein kräftiger Mann hat bereits Mühe, die Enden der hier zu erprobenden Schleppketten anzuheben, denn etliche zig Kilogramm Gewicht pro Meter sind keine Seltenheit.

Nexans-Produktmanager Pajo Tumbas sieht im Betrieb des Nexans Research Centers eine vertrauensbildende Maßnahme, denn „wir können nicht nur errechnen, wie belastbar unsere Leitungen sind, wir können es sogar nachvollziehen“. Das trifft auch auf die Leitungen zu, die Nexans speziell für dreidimensionale Bewegungsabläufe in In-dustrierobotern entwickelt und die realitätsnah in kompletten Schlauchpaketen getestet werden. „Dank des AAC können wir vom Leitermaterial über die Verseilung bis zur Ummantelung alles in Frage stellen, erproben und verbessern sowie Leitungen im Kundenauftrag austesten.“ (siehe auch Bild 2)

Industrial Ethernet erobert die Bahn

Zu den Exponaten der Nexans gehören Industrial-Ethernet-Leitungen, die auf die An-forderungen der Bahn zugeschnitten sind. „Ethernet verdrängt zunehmend Bahn-Bus-Standards wie MVB und UIC“, erklärt Jürgen Daut, Global-Produktmanager von Ne-xans. Im Gegensatz zu stationären Anwendungen müssen verkehrstaugliche Leitungen zusätzliche Anforderungen erfüllen, etwa eine bessere Flammwidrigkeit sowie niedrige Toxizität, geringe Rauchentwicklung im Brandfall und einen erweiterten Temperaturbe-reich. Entsprechende Ethernet-Leitungen – Typenbezeichnung RAILNET - bietet Nexans unter anderem im so genannten Stern-Vierer-Aufbau an. Bei diesen vieradrigen Lei-tungen bilden jeweils die gegenüberliegenden Leitungen ein Paar und ergeben einen nahezu kreisrunden Querschnitt. Diese Anordnung entspricht der Pin-Belegung des M12-Steckers, einem im Maschinenbau gebräuchlichen und besonders robusten Ste-cker. Das erleichtert die Konfektionierung und wirkt sich positiv auf die Belastbarkeit (Zugbeanspruchung) aus.

Sicherheit bei aktiven Komponenten groß geschrieben

Abgerundet wird das breite Spektrum an Industrial-Ethernet-Lösungen nicht zuletzt durch aktive Komponenten der Netzwerktechnik, die in Mönchengladbach entwickelt und produziert werden. Beispiele sind industrietaugliche Switches (Bild 3), die gehobe-nen Anforderungen gerecht werden. Geräte der Serie iSwitch 7xx verfügen beispiels-weise nicht nur über sieben Datenanschlüsse und die Möglichkeit, im Uplink alternativ Kupferkabel oder Lichtwellenleiter anzukoppeln, sondern sie unterstützen auch Power over Ethernet (PoE). Bei geeigneten Endgeräten, zum Beispiel Voice-over-IP-Telefonen oder Wireless-Access-Points, werden Steckernetzteile dadurch überflüssig. Die Switches selbst können redundant mit Strom versorgt werden, um Ausfällen vorzubeugen, oder ihre Energie über Twisted-Pair-Datenleitungen beziehen. Die Konfiguration der Top-Serie iSwitsh 7xx fällt leicht, denn die Geräte besitzen einen Kartensteckplatz für SD-Cards. Auf ihnen lässt sich die Konfiguration speichern und auf andere Geräte oder – bei Ausfall – den neuen Switch übertragen.

Industrial WLAN-Solutions: Drahtlos kommunizieren mit doppeltem Boden

Ausfallsicherheit wird auch bei WLAN-Access-Points wie dem iWLAN-40-2 groß ge-schrieben. Hier sorgen zum Beispiel zwei integrierte Wireless-LAN-Module für die zu-verlässige Anbindung von Flurförderzeugen, Messwagen oder anderen mobilen Ein-richtungen. Sie arbeiten mit einem Datendurchsatz bis 108 Mbit/s auf den Frequenzen 2,4 und 5 GHz. Oft erlaubt das 5-GHz-Band (mit maximal 19 Kanälen) eine weniger störungsanfällige Übertragung in der industriellen Umgebung. Die Geräte können als Access-Point, Bridge, Router oder Client ins Netz eingebunden werden.
Zu sehen sind diese und viele weitere Produkte der Nexans vom 16. bis 19. Mai auf der AUTOMATICA 2006 in München. Nexans stellt aus in Halle Halle B2, Stand 218. Am Stand können Fachbesucher außerdem Exponate von Cabloswiss kennen lernen, einer Tochter des Nexans-Konzerns, die sich auf die Produktion von Robotik-, Schweiß- und Schleppkettenleitungen für den industriellen Einsatz spezialisiert hat.

Über Nexans Deutschland
Nexans Deutschland gehört zu den führenden Kabelherstellern in Europa. Das Unternehmen bietet ein umfassendes Programm an Hochleistungskabeln, Systemen und Komponenten für die Telekommunika-tion und den Energiesektor. Abgerundet wird das Programm durch supraleitende Materialien und Kom-ponenten, Cryoflex® Transfersysteme und Spezialmaschinen für die Kabelindustrie. Gefertigt wird im In- und Ausland mit ca. 3.550 Mitarbeitern. Der Umsatz im Jahr 2004 beträgt ca. 785 Mio. Euro. Durch die enge Einbindung in den Nexans-Konzern verfügt Nexans Deutschland über hervorragende Möglich-keiten zur Synergienutzung in allen Konzernbereichen. Das gilt für weltweite Projekte ebenso wie für Forschung und Entwicklung, Know-how-Austausch usw.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.nexans.de

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