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Qualitativ hochwertiges, für die Herstellung von Leitern geeignetes Kupfer aus Kupferschrott
Um den Bedarf an hochreinem Kupfer für unsere Kabel zu decken und Einsparungen bei Energie- und Produktionskosten zu erzielen, nutzen wir das bewährte Verfahren der pyrometallurgischen Raffination zur Herstellung von hochwertigem Kupfer aus Kupferschrott (abisolierte Drähte, alte TV-Spulen etc.).
Vermeidung der teuren Elektrolyse
Wie Gold lässt sich Kupfer unendlich recyceln. So sind 70 % des irgendwann einmal gewonnenen Kupfers immer noch im Einsatz. Zur Gewährleistung einer hohen Leitfähigkeit erfolgt die Raffination von Kupfer im Allgemeinen mittels Elektrolyse, bei der hochreines Kathoden-Kupfer aus dem aus der Schmelze und Affination kommenden Blisterkupfer gewonnen wird. Die Energiekosten hierfür sind jedoch hoch. Durch die pyrometallurgische Raffination wird eine Leitfähigkeit nach IACS (International A Copper Standard) von +100% bei deutlich niedrigeren Kosten erzielt..
Ergebnis langjähriger Erfahrungen
Dieses bei Nexans neu eingesetzte Verfahren stützt sich auf Erfahrungen, die bei der Herstellung und dem Recycling von Kupferlegierungen gewonnen wurden. Als wesentlicher Bestandteil der Metallurgie und der Kabelherstellung bei Nexans wird es für alle Produktionsstätten von Nutzen sein.
Neues Leben aus alten Schmelzöfen
Zur Diversifizierung seiner Kupferversorgung hat Nexans eine ältere Anlage (bestehend aus 4 Öfen) erworben, die bereits für ähnliche Zwecke, jedoch nicht zur Herstellung von Leitern genutzt worden war. Die Öfen wurden an ihren neuen Standort in Lens transportiert und dort in enger Zusammenarbeit mit dem ebenfalls in Lens ansässigen NMC (Nexans Metallurgy Center) wieder aufgebaut. Der kupferhaltige Schrott wird zu Barren gepresst und anschließend einer erneuten Raffination zur Gewinnung von Kupfer für hochwertige Leiter unterzogen.
Diversifizierte Kupferbeschaffung und geringere Abhängigkeit
Die pyrometallurgische Raffination des Kupfers hat nicht nur zur Diversifizierung unserer Kupferversorgung beigetragen, sondern auch unsere Abhängigkeit vom Import von Kathoden-Kupfer verringert. Heute stammen 40 % unserer Produktion aus recyceltem Kupfer; das entspricht ca. 150.000 Tonnen jährlich.
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