Supraleitender Strombegrenzer (SSB) mit Nexans-Komponenten geht bei RWE ans Netz

Hürth, 01. April 2004 -  Supraleitende Strombegrenzer (SSBs) sollen zukünftig für noch mehr Versorgungsqualität in Stromnetzen sorgen und dabei auch optimierte Netzstrukturen ermöglichen. Heute fand die offizielle Inbetriebnahme eines ersten derartigen Gerätes im Netz von RWE Energy in Netphen bei Siegen statt. Vertreter der bei der Entwicklung beteiligten Firmen und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als Projektförderer stellten in ihren Vorträgen die enorme Bedeutung dieses weltweit ersten Feldtestes in Sachen "Supraleitender Strombegrenzer" in Hochspannungsnetzen heraus.

Bei einem Supraleitenden Strombegrenzer handelt es sich um ein neuartiges energietechnisches Gerät, welches das Auftreten von hohen Kurzschlussströmen in elektrischen Netzen wirksam verhindert. Das Herzstück des Strombegrenzers - die supraleitenden Komponenten - wurden von Nexans SuperConductors (NSC) in Hürth, einem Tochterunternehmen von Nexans Deutschland, entwickelt und hergestellt. Sie müssen sich nach den erfolgreichen Tests im Prüffeld jetzt unter echten Einsatzbedingungen bewähren. Die eingesetzten Komponenten basieren auf einer HTS (Hochtemperatur Supraleiter) Keramik, die von (NSC) nach einem selbst entwickelten Schmelzgussverfahren hergestellt wird. Diese Keramik ist in der Lage, innerhalb kürzester Zeit ihren elektrischen Widerstand flexibel um mehrere Größenordnungen zu verändern. "Durch diesen Erfolg haben wir mit unserem supraleitenden Material und mit dem Design der Komponente eine führende Rolle eingenommen", erklärt Dr. Joachim Bock, Geschäftsführer der Nexans SuperConductors GmbH, "wir sind damit auch für die weiteren Entwicklungen auf diesem Gebiet hervorragend positioniert."

"Jetzt können hohe Kurzschlussströme begrenzt werden, die durch zunehmende Parallelschaltungen von Stromnetzen und durch vermehrte dezentrale Einspeisungen entstehen. Konventionelle Schaltgeräte und Sicherungen reagieren hierfür viel zu langsam. Der SSB bringt daher einen erheblichen Qualitätsgewinn für die elektrische Energieversorgung", erläutert Dr. Martin  Kleimaier, bei RWE Energy zuständig für neue Technologien. Der jetzt erstmals vorgestellte SSB ist für eine Leistung von 10 Megavolt Ampere (MVA) ausgelegt und wird im 10-kV-Netz von RWE Energy in Netphen einem umfassenden Feldtest unterzogen. Die Partner planen bereits den nächsten Schritt, die Entwicklung eines entsprechenden Gerätes für die 110 kV Netze.  

 

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